Messier 42 - Orion-Nebel

Messier 42 - Orion-Nebel eines der bekanntesten Deep-Sky-Objekte überhaupt. Er ist schon mit blossem Auge zu sehen und mit einem Smartphone oder einfachen Digitalkamera fotografisch abzulichten. Aber natürlich “rockt” es erst so richtig mit einem Teleskop.
Ich habe diesen Orion-Nebel am 22. und 23. November 2025 aufgenommen. Die erste Nacht diente den Luminanzaufnahmen und RGB in der zweiten Nacht. Insgesamt sah es wie folgt aus:

Luminanz-Kanal: 127 x 30 Sekunden
Rot/Grün/Blau-Kanal: je 90 x 30 Sekunden

Insgesamt kamen so knapp drei Stunden Gesamtbelichtungszeit zusammen.

Noch ein paar Infos zum Emissionsnebel selbst: Er ist bereits 1610 entdeckt worden und steht in einer Entfernung von “nur” 1.350 Lichtjahren. Besonders auffällig sind die vier trapezförmigen Sterne, die auf meiner Aufnahme fast verschmelzen und sind die Ursache, warum das Zentrum auf vielen Amateuraufnahmen überbelichtet ist.
Dank kurzer Einzelbelichtungszeiten und etwas “Magic” mit Pixinsight aber gut korrigierbar. Messier 42 und 43 (etwas links der Bildmitte) sind eine Sternenstehungsregion. Die bräunlichen Schwaden sind riesige Staubbänder.
Am oberen Rand ist der Running Man-Nebel (NGC 1977) zu sehen. Es handel sich um einen Reflexionsnebel mit einem offenen Sternhaufen in ca. 1500 Lichtjahren Entfernung. Die Form erinnert an einen laufenden Mann. Der Unterschied zwischen Reflexionsnebel und einem Emissionsnebel ist die Tatsache, dass ersterer lediglich Licht reflektiert und nicht emittiert. Der Orionnebel selbst besteht überwiegend aus Wasserstoff.

  • Teleskop: TS-Optics Photoline 130 mm f/5,5 Triplet-Apo bei 719mm

  • Montierung: 10Micron GM 1000 HPS

  • Kamera: ZWO ASI 294 MMPro

  • Filter: 2″ LRGB-Filter von Astronomik

  • Flattener: 3″ TS-Optics REFRAKTOR 0,79x Flattener

  • Guiding: unguided

  • Software: PixInsight / Photoshop

Messier 42 - Orion-Nebel in einer ersten Version.

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